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Montag 08. Oktober 2018 - 10:04

Missionare bringen Evangelium ins Gefängnis

PAPUA-NEUGUNIEA. Unter den Insassen des Gefängnisses in Wewak herrscht eine große Offenheit für das Evangelium. Von den rund 300 Gefangenen kommen rund 60 sonntags zum Gottesdienst, rund 25 jugendliche Insassen im Alter von 15 bis 21 Jahren nehmen an einem wöchentlichen Bibelstudienkreis teil. Außerdem besuchen acht Männer zurzeit die Taufklasse. Das berichtet Johannes Wälde. Seine Frau Carolin besucht zudem wöchentlich die acht weiblichen Gefangenen, um mit ihnen in der Bibel zu lesen oder zu nähen.
 

Dauerhaft mit Jesus Christus leben

 
Große Probleme bereitet den Missionaren die Gewalt unter den Gefangenen. So kann es sein, dass die Gefängnisleitung Schlägereien dadurch bestraft, dass das geplante Programm abgesagt wird. Hinzu kommt, dass sich die Gefangenen in zwei verfeindeten Lagern gegenüberstehen. Einer der Gefangenen wurde von seinen Mithäftlingen fast totgeschlagen. „Falls der Mann nun sterben sollte, könnte das noch mehr Probleme hinter sich herziehen.“ Außerdem wechseln die Insassen sehr stark, da viele in Untersuchungshaft sitzen und nur für ein paar Tage oder Wochen da sind. „Somit hat man in der Regel jede Woche neue Personen in der Gruppe“, so Johannes Wälde. Er hofft, dass die Gefangenen durch ihre Angebote Jesus Christus dauerhaft in ihr Leben aufnehmen: „Im Gefängnis sind sie recht offen, da es ihnen dort schlecht geht und der Glaube ein letzter Strohhalm bildet, an den sie sich klammern können.“ Während einige nach der Entlassung als Christen weiterleben, fallen andere in ihr altes Leben zurück.
 

Kids Club macht Hoffnung für neues Projekt

 
Familie Wälder ist froh, dass sie für das neue Community Development Programm nun eine Kirche gefunden haben, die mit ihnen das Projekt starten will. Dabei sollen die Menschen in den Armensiedlungen lernen, sich den Problemen in der Siedlung zu stellen und selbst an einer Lösung mitzuarbeiten. „Der Grundgedanke dabei ist, dass Gott jedem Menschen Talente, Fähigkeiten und Gaben gegeben hat, die er einsetzen soll, um sich und den Menschen um ihn herum zu helfen“, sagte Johannes Wälde. Das Projekt soll vor allem von einheimischen Kirchenmitarbeitern in Zusammenarbeit mit den Menschen in den Siedlungen umgesetzt werden. Die Liebenzeller Mission will im Hintergrund die Kirchenmitarbeiter schulen und mit Rat zur Seite zu stehen. „Wir sind gespannt, was Gott mit uns und der Arbeit vorhat. Durch den Kids Club haben wir bereits einen guten Ruf bei den Menschen erworben und wir hoffen, dass sie dadurch offen für ein weiteres Projekt wie das Community Development Programm sind“, sagte Johannes Wälde. Er ist sehr dankbar, dass sich die einheimische Kirche von Gott rufen ließ, um ein Projekt dieser Art zu starten.