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Dienstag 15. Mai 2018 - 11:00

Katharina und Rainer Kröger: „Ein Glaube, der allein auf Emotionen beruht, hält nicht lange stand“

ECUADOR. Seit zwölf Jahren arbeiten die Liebenzeller Missionare Katharina und Rainer Kröger unter Afroecuadorianern, die man Negritos nennt, um ihnen die gute Botschaft von Jesus Christus weiterzusagen. Für zwei Monate sind sie nun in Deutschland, um von ihren Erlebnissen zu berichten. Wir haben Rainer vier Fragen gestellt.

Welche Herausforderungen erlebt ihr bei der Missionsarbeit in Ecuador?


Die größten Herausforderungen sind es, neugewonnene Christen in der Nachfolge Jesu zu stabilisieren und Mitarbeiter aus dem lateinamerikanischen Kontext zu gewinnen. Es ist unser Wunsch, dass sich Einheimische langfristig in den pastoralen Dienst berufen lassen. Einige gehen den Weg, bleiben dann aber oft nicht dran. Zudem ist es für mich als Teamleiter immer wieder herausfordernd, ein wachsendes Team von Hauptamtlichen zu begleiten, ermutigen und anzuleiten.

Du unterrichtest am Biblischen Studienzentrum CCB. Warum ist die theologische Ausbildung so wichtig für die Menschen in Ecuador?


Sie ist wichtig, weil viele Ecuadorianer stark emotional geprägt sind. Aber ein Glaube, der allein auf Emotionen beruht, der hält nicht lange stand. Auch weil es viele Irrlehren und andere negative Einflüsse gibt, ist fundiertes Wissen nötig, um als Christ unterscheiden zu können. Und natürlich ist die theologische Ausbildung wichtig, um eine größere Liebe zum Wort Gottes und mehr Begeisterung und Hingabe für den Dienst zu gewinnen. Und um Mitarbeiter und Hauptamtliche heranzubilden.

Zusammen haben Katharina und du bereits auf vier Kontinenten gelebt. Was bedeutet für euch Heimat?


Für uns ist Heimat dort, wo wir ein Dach über dem Kopf haben, uns wohlfühlen, Aufgaben haben, die uns erfüllen, und Menschen leben, mit denen wir uns gut verstehen.

Gab es ein besonderes Erlebnis für euch in letzter Zeit?


Ein guter Freund schrieb mir heute folgende Nachricht: „Hey Rainer, wir waren gerade mit einigen Jugendlichen unterwegs, um von Jesus weiterzusagen. Dabei haben wir an der Grenze zu Kolumbien eine Frau aus Ricaurte kennengelernt, die erzählt hat, dass sie durch ein deutsches Ehepaar zum Glauben an Jesus Christus gekommen ist. Und damit meinte sie Kathi und dich.“ Das hat uns überrascht und riesig gefreut. Gott wirkt, auch durch uns, auch wenn wir es oft gar nicht merken. Das ermutigt uns und bestätigt den Auftrag, den Jesus uns gegeben hat, fröhlich und im Vertrauen weiter zu erfüllen.