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Freitag 27. April 2018 - 09:08

Wie das Leben auch im Alter noch im Fluss sein kann – Vitalitas-Kongress der Liebenzeller Mission mit Tipps für Leben und Glauben

Vitalitas 2018

BAD LIEBENZELL. Auch im Alter kann man immer wieder Neues entdecken. Das sagte Pfarrer Johannes Luithle beim Senioren-Kongress „Vitalitas“ der Liebenzeller Mission am 26. April vor rund 230 Zuhörern. Johannes Luithle leitet das Missionswerk seit Januar. Die Veranstaltung stand unter dem Motto „Alles im Fluss“.

 

Johannes Luithle verglich das Leben mit dem Fluss Jordan in Israel. „Er entspringt im Gebirge und fließt das ganze Jahr, an manchen Stellen kann man sogar Rafting machen. Wie in der Jugend, wo das Leben nur so sprudelt. An einer anderen Stelle ist der Fluss ruhiger, bewässert aber die ganze Region. Das steht für die Mitte des Lebens.“ Insgesamt sei der Fluss sehr kurvenreich. Auf seine 100 Kilometer Luftlinie kommen insgesamt 300 Kilometer Flusslänge: „Das ist wie im Leben. Da kommt hier eine Kurve, da eine Bremse, dann wieder eine Gerade.“ Am Ende kämpfe sich der Fluss durch, bis er ans Ziel komme. Irgendwann müsse jeder „über den Jordan gehen“, sagte Pfarrer Luithle. „Dieser alte Ausdruck für das Sterben bezieht sich von der biblischen Herkunft der Redewendung auf das Hinübergehen in das verheißene Land Kanaan.“ Wer Christus vertraut, werde beim Durchzug durch den Jordan nicht weggeschwemmt, sondern käme trockenen Fußes im verheißenen Land an. „Christus hat uns durch seinen Tod und seine Auferstehung den Weg frei gemacht.“

 

Johannes Luithle ermutigte die Zuhörer, immer wieder neue Eigenschaften von Gott zu entdecken – auch im Alter. „Wenn Sie Gott bisher immer gleich erlebt haben, dann sind Sie stehen geblieben. Wenn Sie glauben: Ich weiß immer, wie Gott ist, dann haben Sie ein Bild von Gott mit einem Rahmen. Aber Gott sprengt unsere Rahmen.“

 

Auch musikalisch gestaltete Johannes Luithle den Vitalitas-Kongress – zusammen mit seiner Frau Andrea. Mal spielte er Geige, sie Klavier oder Gitarre. Dann sang sie und er begleitete mit dem Klavier. Oder die Zuhörer wurden mit ins Singen hineingenommen – bei Chorälen oder modernen Lobpreisliedern. Die Kongressteilnehmer sangen begeistert mit und staunten über die musikalische Vielseitigkeit von Ehepaar Luithle.

 

Über weltweite Projekte der Liebenzeller Mission berichteten Mitarbeiter aus verschiedenen Ländern. Dabei stand das Thema „Mission über Generationen“ im Zentrum. Dr. Esther Pflaum, die Tochter des vor wenigen Wochen verstorbenen früheren Direktors der Liebenzeller Mission, Lienhard Pflaum, sprach über die Situation in Niger, wo sie als Gynäkologin am Missionskrankenhaus in Galmi arbeitet. Die Lebenserwartung betrage in Niger im Durchschnitt nur 52 Jahre, sagte Dr. Esther Pflaum. Die meisten Menschen könnten nicht lesen oder schreiben, es herrsche große Armut. Das Land sei aber das geburtenreichste der Welt. Pro Jahr kämen auf 1000 Einwohner rund 50 Geburten. Jede Frau gebäre im Durchschnitt mehr als sieben Kinder. Das Krankenhaus in Galmi leistet seit über 60 Jahren Hilfe für Menschen in Not. Esther Pflaum engagiert sich vor allem in der Geburtshilfe. Ihre Motivation komme aus ihrem Glauben. Sie wolle den Menschen in christlicher Nächstenliebe begegnen und sie zum Glauben einladen.

Deborah Sturm, Enkelin von Pfarrer Lienhard Pflaum und Studentin an der Internationalen Hochschule Liebenzell, berichtete von ihrem Einsatz für Flüchtlinge in Bad Liebenzell. Zusammen mit anderen Studenten habe sie Flüchtlingen beim Deutschlernen, Einkaufen und Asylanträge-Ausfüllen geholfen.