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Mittwoch 28. Februar 2018 - 16:00

Zwei Welten prallen aufeinander

MONACO. Mit einer kleinen Gruppe Grundschüler saß die Liebenzeller Missionarin Vroni Urschitz im Laderaum eines Kleinbusses. Sie zeigte ein Bild von einer Wasserstelle in Malawi und fragte: „Würdet ihr davon trinken oder euch damit waschen?“ Niemals, das sei doch viel zu schmutzig. Ein Junge wunderte sich, warum die Menschen nicht einfach zum Wasserhahn gingen? Dann erzählte Vroni, dass Kinder in Afrika oft viele Kilometer zur Schule laufen und wollte von der Gruppe wissen, wie ihr Schulweg aussieht? „Das hängt davon ab, ob wir im Sommer- oder im Winterhaus wohnen“, sagte ein Mädchen. Ein anderer berichtete stolz, dass er schon mal in Afrika war – zum Jachturlaub mit seiner Familie. Kulturschock in Monaco – nicht nur für die Schüler, sondern auch für Vroni und ihren Mann Johannes, die bei einer Messe am Hafen das christliche Dorfentwicklungsprojekt „Ubwenzi“ vorstellten.

Zu der Ausstellung hatte sie der Solarfachmann und langjährige Projektunterstützer Harald Leitl eingeladen. Dieser präsentierte einen solarbetriebenen Ambulanz-Wagen, der viele Neugierige an den gemeinsamen Stand lockte. In den fünf Ausstellungstagen konnten Vroni und Johannes rund 130 Schülern von der Missionsarbeit in Malawi erzählen. „Da die meisten aus wohlhabenden Familien kamen und teilweise noch nie mit Armut konfrontiert wurden, fiel es den Schülern schwer, sich in die Lage eines gleichaltrigen Kindes in Afrika zu versetzen“, stellte Vroni fest. Desto mehr die Schüler von dem Leben in Malawi erfuhren, desto mehr Entsetzen machte sich breit: „Was ist, wenn die Kinder krank sind und keinen Arzt haben? Das geht doch nicht!“ Im gleichen Zug wurde Vroni gefragt, wieso sie und ihre Familie freiwillig in Malawi leben? Sie erklärte, dass ihr Glaube an Gott sie dazu motiviert. „Welcher Gott?“ oder „Es gibt doch gar keinen Gott“ bekam sie dann zu hören. Vroni erklärte den Schüler, was ein Missionar ist und macht, und dass es einen Gott gibt, der alle Menschen liebt, und mit dem sie jeden Tag redet. Das sei für viele Kinder etwas völlig Neues gewesen und hätte einige zum Nachdenken gebracht.

Am letzten Ausstellungstag besuchte Fürst Albert von Monaco überraschend den Stand der Missionare. Er erkundigte sich nach dem „Ubwenzi“-Projekt und erzählte, er wäre schon in Malawi gewesen und habe dort eine Schule eröffnet. Nach der Messe bekamen Vroni und Johannes eine Nachricht von der Grundschule in Monaco. Da ihre Schüler den Kindern in Malawi helfen wollten, könne sich die Schule vorstellen, Bücher oder Möbel für die „Ubwenzi“-Grundschule zu finanzieren. Darüber freuten sich die Missionare sehr, doch bleibt ihnen eines besonders in Erinnerung: „Obwohl sie nicht unterschiedlicher sein könnten, verbindet Malawi und Monaco, dass viele Menschen, die dort leben, Gott nicht kennen und dringend das Evangelium brauchen.“