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Sonntag 25. Februar 2018 - 19:30

Jugendliche auf der Suche nach Gottes Nähe - 1250 Teilnehmer bei Gebetskongress in Bad Liebenzell

Youth Prayer Congress (YouPC) 2018 in Bad Liebenzell

BAD LIEBENZELL. Wenn man überlegt, was Jugendliche so alles an einem Wochenende machen, dann kommt einem „Beten“ vermutlich kaum in den Sinn. Rund 1250 Jugendliche trafen sich vom 23. bis 25. Februar aber genau dazu in Bad Liebenzell. Bereits zum 18. Mal fand der Youth Prayer Congress (YouPC) der Liebenzeller Mission in der Kurstadt im Nordschwarzwald statt.

 

Thematische Schwerpunkte ihres Gebets konnten die Jugendlichen selbst wählen. So gab es Gebetsgruppen zum Beispiel für verfolgte Christen, für Mitschüler und Lehrer, für Missionare oder für Politiker. Das Thema Gebet war an dem Wochenende in ganz verschiedenen Formen Teil des Kongresses: in Gottesdiensten, durch Videos, bei Gebetsfrühstücken, in Kleingruppen oder Theaterszenen, bei Gebetseinsätzen oder in kreativ gestalteten Gebetsräumen.

 

Zwar richtet sich der Gebetskongress vor allem an junge Menschen. Den Veranstaltern war aber wichtig, dass sich verschiedene Generationen austauchen und voneinander lernen. Deshalb waren auch ältere Menschen mit dabei. Jung und Alt trafen sich zum Beispiel im „Generationen-Café“.

 

Hauptredner des Gebetskongresses war Armin Jans. Er leitet die Christlichen Gästehäuser Monbachtal, ist Theologe, Autor und Musiker. Gott sei immer da. Es gehe im christlichen Glauben nur darum, in Gottes Gegenwart zu kommen, so Jans. „Manche Christen hängen den Glauben elendig hoch. Wir hören manchmal nur von Disziplin-Betern und Wunder-Erlebern. Aber Glaube ist kein Leistungssport. Glaube ist einfach, die Nähe Gott zu suchen.“ Gottes Nähe könne man zum Beispiel im Gebet erfahren, so Armin Jans. „Im Beten richten wir uns völlig auf Gott aus. Wir treten in direkte Beziehung zu ihm. Wir machen uns bewusst, dass er uns hört. Nichts lässt uns Gottes Sehnsucht nach uns tiefer erleben als im Gebet.“

Jans ermutigte die jungen Teilnehmer, einen Blick für die Mitmenschen zu haben: „Keiner Not in dieser Welt können wir uns entziehen. Durch die Medien bekommen wir alles mit und beachten doch so wenig“, so Armins Jans. Doch Gott wünsche sich Menschen mit offenen Augen und Ohren. „Hätten einige Menschen nicht den Blick für die Nöte anderer gehabt, gäbe es heute weder die Liebenzeller Mission noch den YouPC.“ Nur wer bewusst hinsieht, könne sein Herz für andere Menschen öffnen. Doch wie oft würden sich die Türen zum Herz verschließen, weil Menschen einander verurteilen. Daher forderte Jans die Teilnehmer auf: „Richtet nicht, sondern richtet auf!“

Von der Hauptbühne aus ging es beim „Alltagsheldentalk“ dann ins persönliche Gespräch. Ob im Verwaltungsgebäude, Schwesternhaus oder Speisesaal – alle verfügbaren Räume auf dem Missionsberg wurden genutzt, um den Austausch zwischen rund 60 Gastsprechern und den Teilnehmern in Kleingruppen zu fördern. „Viele junge Menschen haben ein verklärtes Bild vom Christsein und denken, dass diejenigen, die auf der Bühne stehen, perfekt sind“, erklärte Ben Geiss, Organisator der Veranstaltung und Leiter von Teens in Mission, einem jugendmissionarischen Arbeitsbereich der Liebenzeller Mission. Durch Begegnungen auf Augenhöhe sollte dieses Bild aufgebrochen werden. Neben den Liebenzeller Missionaren Ramona Rudolph, Ina Schütte und Alexander Biskup sowie vielen Liebenzeller Mitarbeitern und Schwestern beteiligten sich auch einige Mitarbeiter befreundeter Gemeinden am Talk.

 

Zu dem Kongress reisten Jugendliche aus dem gesamten deutschsprachigen Raum an. Der nächste Youth Prayer Congress in Bad Liebenzell findet vom 22. bis 24. Februar 2019 statt.