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Montag 18. Dezember 2017 - 14:41

Bunter Lebensraum statt tristes Ghetto

NEUBRANDENBURG. „Plattenbaugebiete sind keine Ghettos, sondern bunt gemischte Lebensräume, die schön sein können. Ich möchte, dass wir Christen diese wahrnehmen und uns das enge Zusammenleben zunutze machen. Wo sonst leben 200 Menschen auf 100 Quadratmetern?“, sagt der Liebenzeller Mitarbeiter Aaron Köpke. Er ist als Sozialarbeiter in der „Oase“, einem sozial-missionarischen Gemeindegründungsprojekt im Neubrandenburger Reitbahnviertel, tätig.

4500 Menschen leben in diesem Viertel. Ein Großteil ist arbeitslos oder lebt von 1-Euro-Jobs. „Diese Menschen liegen uns am Herzen. Sie gehören zu unserer Gesellschaft und ich habe Angst, dass ein Volk – nein, mein Volk – verloren geht“, betont Aaron. Weil die „Oase“-Mitarbeiter glauben, dass Gottes Liebe allen Menschen gilt, möchten sie diese durch verschiedene Angebote im Reitbahnviertel weitergeben: „Wir bieten vor allem offene Programme wie etwa das ‚Oasen‘-Frühstück, das ‚Jesus Café‘ sowie sportliche Aktivitäten oder Ferienprogramme an, zu denen jeder kommen kann.“

Auch wohnen Aaron und seine Frau Ilonka mit ihren Söhnen selbst im Reitbahnviertel und kommen so mit vielen Menschen in Kontakt. „Nichtsdestotrotz kennen viele Viertelbewohner die ‚Oase‘ nicht. Parallel kommen viele Menschen gerne zu uns, die nicht am Glauben interessiert sind“, schildert Aaron. Um diese zu erreichen, sei die „Oase“ auf Gottes Eingreifen angewiesen, denn: „Logische Erklärungen und unser Beispiel reichen oft nicht aus. Wir brauchen Wunder und Bewahrungen – die spürbare Gegenwart Gottes“, sagt der Sozialarbeiter.

In diesem Zusammenhang denkt Aaron gerne an das Ferienlager zurück, bei dem er eine Jungen-Zeltgruppe betreute. Einige der 10-Jährien kannten Jesus schon persönlich, andere nicht. Zu denen, für die Jesus noch nie eine Rolle spielte, zählte ein russischer Junge, der areligiös erzogen wurde. Seinem besten Freund, einem ukrainischen Flüchtling, war Jesus aber wichtig. Das war dem Jungen ein Anstoß. Da die Gruppe tagsüber kaum zu bändigen war, war ein Austausch über den Glauben erst abends im Zelt möglich. Dass dieser Spuren hinterließ, stellte sich gegen Ende der Woche heraus: „Der russische Junge, der sich sonst cool präsentierte, fing plötzlich an, vor seinem besten Freund und den anderen Jungen zu beten“, erzählt Aaron. Solche Augenblicke seien es, auf die die „Oase“ angewiesen.