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Dienstag 05. Dezember 2017 - 15:00

Stich für Stich in eine bessere Zukunft

BURUNDI. Eine Nähwerkstatt in Bujumbura bietet Frauen, die aus prekären Verhältnissen kommen, eine neue Perspektive – und das sogar in doppelter Hinsicht: Neben dem Nähhandwerk wird den Frauen auch das Evangelium weitergegeben.

Jeden Morgen lesen die 15 Mitarbeiterinnen gemeinsam in der Bibel, um mehr über Jesus zu erfahren. Danach beginnen sie mit ihren täglichen Näharbeiten. Sie stellen beispielsweise Taschen, Tischdecken und Kleider her, die später verkauft werden. „Das Nähen soll den Frauen helfen, wirtschaftlich unabhängig zu werden und falsche Bindungen loszulassen“, sagt die Liebenzeller Missionarin Tabea Biskup, die einmal in der Woche für die Morgenandacht in die Näherei kommt. Sie hilft mit, den Frauen den Zugang zu Gottes Wort zu erleichtern: „Meist bereite ich einfache biblische Geschichten oder Gleichnisse aus dem Lukas-Evangelium vor, die den Charakter Jesu zum Vorschein bringen“, sagt Tabea. Anschließend erzählen die Frauen die Geschichten nach. Jede darf einen Satz beisteuern und gibt das Wort dann an ihre Sitznachbarin weiter. Häufig seien die Frauen jedoch kaum zu bremsen. „Man spürt, dass sie großen Hunger nach Gottes Wort haben und es ist schön zu sehen, wie Einzelne ihr Leben nach Gottes Maßstäben ausrichten wollen“, erzählt Tabea. Erst kürzlich habe eine Frau berichtet, wie der Bibeltext sie in der darauffolgenden Woche herausgefordert hat, gute Entscheidungen zu treffen. „Auch hat eine Mitarbeiterin vor zwei Wochen geheiratet und ihre Ehe unter Gottes Segen gestellt“, freut sich unsere Missionarin.