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Donnerstag 09. November 2017 - 11:00

Vom Macho zum Kind Gottes

SPANIEN. „Was wünschst du dir zum Geburtstag?“, fragte Pepe seine Frau Eugenia. „Ich habe nur einen Wunsch – und zwar, dass du mich zum Gemeindetag begleitest“, antwortete sie. Seit sich Eugenia zehn Jahre zuvor für die Nachfolge Jesu entschied, sehnte sie sich danach, ihren Glauben mit ihrer Familie zu teilen. Die Sorge um ihre Tochter, die durch einen Missbrauch psychisch erkrankte, die Gefängnisstrafe ihres Sohnes und das zerrüttete Verhältnis zu ihrem Mann wuchsen ihr damals über den Kopf. Sie suchte Halt – und diesen fand sie in Jesus Christus, den sie in einer Gemeinde in Marbella kennenlernte.

„Viele Jahre haben wir in der Gemeinde mit Eugenia für Pepe und die vier erwachsenen Kinder gebetet“, sagt die Liebenzeller Missionarin Carolin Hertler. Nie habe die Spanierin die Hoffnung aufgegeben, dass auch ihre Familie zum Glauben findet. Ihr Durchhaltevermögen wurde belohnt, denn ihr Geburtstagswunsch öffnete überraschend Türen: Pepe, der zehn Jahre lang nichts von der Gemeinde wissen wollte, willigte ein und begleitete seine Frau zum Gemeindetag. Dort sprach ihn Gottes Wort so sehr an, dass ihm bewusst wurde, wie viele falsche Entscheidungen er in seinem Leben getroffen hatte. Jahrelang lebte er an seiner Familie vorbei, denn anstatt Zeit mit seiner Frau und seinen Kindern zu verbringen, besuchte er abends nach der Arbeit lieber eine Bar. Nach dem Gottesdienst spürte Pepe, dass er etwas ändern musste. Fortan begleitete er Eugenia in die Gemeinde. Sein Hunger nach dem Wort Gottes wurde mit der Zeit immer größer, sodass er sich entschied, gemeinsam mit unserem Missionar Theo Hertler einen Jüngerschaftskurs durchzuführen. Diesen Sommer ließ sich Pepe von Theo im spanischen Meer taufen. „Sein Leben lang war er ‚blind‘ und Gott öffnete ihm die Augen. So etwas kann kein Mensch vollbringen – das ist einfach ein Wunder“, sind sich Carolin und Theo sicher. Von einem Macho ist Pepe zu einem Kind Gottes geworden.

Momentan wird Pepe in seinem Glauben stark herausgefordert. Seine psychisch kranke Tochter ist wieder in klinischer Behandlung und Eugenia leidet unter Fibromyalgie, einer Nervenkrankheit, die zeitweise starke Glieder- und Muskelschmerzen hervorruft. Die Familie braucht weiterhin viel Gebet.