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Donnerstag 07. September 2017 - 15:00

Anna-Sophie Henßler: Mit Gott an meiner Seite kann ich alles schaffen

Anna-Sophie Henßler

Gemeinsam mit acht Geschwistern ist sie in Offenburg aufgewachsen, seit September 2014 studiert die 24-Jährige „Theologie/ Soziale Arbeit im Interkulturellen Kontext“ an der Internationalen Hochschule Liebenzell (IHL): Anna-Sophie durchlebte in den vergangenen drei Jahren einige Höhen und Tiefen, doch gerade die schweren Momente stärkten ihr Vertrauen in Gott. Wir haben der Studentin zwei Fragen gestellt.


Du kennst das Leben in einer Großfamilie. Durch die Studien- und Lebensgemeinschaft (SLG)  lebst du auch auf dem Missionsberg mit vielen Menschen zusammen. Wie wirkt sich die Gemeinschaft auf dein geistliches Leben aus?

Auch die SLG ist ein Stück weit eine große Familie für mich. Geistlich durfte ich vor allem durch Zeugnisse meiner Kommilitonen, Andachten oder auch durch enge Freundschaften wachsen. Da wir hier nicht nur gemeinsam studieren, sondern auch zusammen wohnen, kennen wir uns alle sehr gut und bekommen viel voneinander mit. Erlebt jemand etwas Gutes, freuen wir uns gemeinsam. Andersrum hören wir einander zu und beten miteinander, wenn es jemandem schlecht geht. Auch diese Momente haben schon viel zu meinem geistlichen Wachstum beigetragen. Obwohl die Gemeinschaft auf dem Missionsberg viele Vorteile hat, fordert sie mich auch ab und zu heraus, da ich kaum Privatsphäre habe. Dennoch schätze ich sie sehr, da ich gemeinsam mit meinen Geschwistern im Glauben wachsen kann und gute Freunde fürs Leben gefunden habe. Ich bin dankbar, dass wir alle – egal wie unterschiedlich wir auch sind – eine große Gemeinsamkeit haben, nämlich Jesus Christus, der uns verbindet.


Erinnerst du dich an ein besonderes Erlebnis mit Gott während deines Studiums?

Es gab eine Zeit, in der mir der Lernstoff über den Kopf gewachsen ist und mich private Dinge beschäftigt haben. Weil ich nicht weiter wusste, fing ich an, mir bewusst mehr Zeit für Jesus zu nehmen, um in seiner Gegenwart aufzutanken. Ich stand also jeden Morgen eine Stunde früher auf, um Bibel zu lesen und anschließend mit Jesus spazieren zu gehen. Dabei brachte ich all meine Gedanken, Bitten und meinen Dank vor ihn. Wie wichtig es ist, Jesus bewusst in den Mittelpunkt meines Lebens zu rücken, wurde mir während dieser Zeit neu bewusst. Jeden Morgen durfte ich erleben, wie er mir Kraft und gute Gedanken für den Tag geschenkt hat. Bis heute gehen wir spazieren und ich genieße es immer wieder aufs Neue, seine Gegenwart in der Stille zu spüren. Natürlich heißt das nicht, dass nach jedem Spaziergang alles wieder gut ist, aber ich weiß, Gott hilft mir Schritt für Schritt durch alle schweren Zeiten hindurch und gemeinsam mit ihm kann ich alles schaffen. Durch die Spaziergänge bekam auch das Sprichwort „In der Ruhe liegt die Kraft“ eine ganz neue Bedeutung für mich. In der heutigen Zeit, wo vieles stressig und hektisch ist, ist es mir wichtig geworden, Gottes Gegenwart so oft es geht in der Stille zu suchen. Jesus selbst hat sich einen ruhigen Ort gesucht, um zu beten.