Sie sind hier: Home / Liebenzeller Mission

Podcast, TV und RSS - Regelmäßig informiert sein!

Podcast „imPuls" - Predigten, Veranstaltungen, Specials


Fernsehen - Magazin „weltweit – am Leben dran“ 


RSS - Nachrichten abonnieren

Donnerstag 24. August 2017 - 22:28

50 Jugendliche am Ort der Versöhnung

50 Jugendliche am Ort der Versöhnung

BURUNDI. Mit Mitte zwanzig gelten Menschen in Europa längst als erwachsen. In Afrika ist das anders: Wer in diesem Alter unverheiratet und kinderlos ist, hat in der afrikanischen Gesellschaft noch lange keine Stimme. In dieser Lebensphase hungern viele junge Menschen nach Orientierung und Vorbildern. So auch in einer Gemeinde in Kinindo: „Ihr dürft machen was, wo, wie lange und welche Themen ihr wollt, aber bitte macht etwas mit unseren Jugendlichen“, bittet der Pastor der Gemeinde die LM-Missionare Tabea und Alex Biskup, die noch bis vor vier Jahren den Gemeindenachwuchs dort betreuten. Nach ihnen habe sich niemand mehr gefunden, der die Arbeit fortführen konnte.

 

Obwohl Freizeiten in Burundi nicht auf der Tagesordnung stehen, organisierten die Missionare für rund 50 Jugendliche ein Wochenende in Buta: „Unsere Bibelarbeit dort drehte sich vor allem um Timotheus. Einerseits, weil er in Paulus ein Vorbild fand, an dem er sich orientieren konnte, andererseits, weil er trotz seines jungen Alters viel bewegte“, sagt Alex Biskup. Nicht nur das Leben des Timotheus, auch der zentrale Bibelvers der Freizeit, in 1. Timotheus 4,12, sollte die Jugendlichen ermutigen: „Niemand verachte dich wegen deiner Jugend; du aber sei den Gläubigen ein Vorbild im Wort, im Wandel, in der Liebe, im Glauben, in der Reinheit“ – Ein Vers, der für die jungen Menschen Zuspruch und Anspruch zugleich sein sollte. Auch identitätsstiftende Fragen wie „Wer bin ich und wie sieht mich Gott?“ wurden während der Bibelarbeit anhand von Psalm 139 beantwortet. Ebenso wie das Programm wurde auch der Ort der Freizeit nicht zufällig ausgewählt: „Vor 20 Jahren gab es an der Schule in Buta ein großes Massaker“, erzählt der LM-Missionar. 40 junge Menschen wurden ermordet, weil sie zusammenhielten und sich nicht in ihre ethnischen Gruppen aufteilen wollten. Die Jugendgruppe aus Kinindo erlebte in Buta, wohin Gewalt führen kann und wie wichtig Vergebung ist: „Buta ist ein Ort der Versöhnung. Trotz allem haben die Menschen dort gelernt, zu vergeben“, sagt Alex Biskup.

 

Er und sein Team wünschen sich, dass die Teilnehmer etwas für ihr Leben mitnehmen konnten:  „Wir haben hungrige Jugendliche erlebt. Wie sie ihren Glauben leben, Gott mit Hingabe ehren und im Lobpreis ihren Dank zum Ausdruck bringen, hat uns sehr bewegt. Wir hoffen, dass sie das nicht tun, um die Anerkennung anderer zu bekommen, sondern, um ihren Glauben auf einem festen Fundament zu gründen.“