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Donnerstag 29. Juni 2017 - 17:00

Björn und Miriam Dehner: Viel von Gott erwarten

Miriam und Björn Dehner berichten über ihre Arbeit in Frankreich

Seit 2012 leben Miriam und Björn Dehner in Frankreich. In den letzten beiden Jahren arbeiteten sie in Cherbourg, im Nordwesten der Normandie. Sie setzen sich besonders für Jugendliche ein. Sie zu prägen, ist ihre Leidenschaft. In den nächsten Wochen sind Björn und Miriam in Deutschland und berichten über ihre Arbeit. Danach werden sie in Frankreich eine neue Gemeindegründung beginnen. Wir haben den beiden drei kurze Fragen gestellt.

In Frankreich gilt das Prinzip der Laizität: Religion und Staat sind strikt getrennt. Was bedeutet das für die Missionsarbeit?
Eigentlich ist die Laizität etwas Positives. Denn sie gewährleistet, dass jeder seinen Glauben frei leben kann. Der Staat mischt sich nicht in Religion ein. Allerdings hat dieses Modell dazu geführt, dass Religion weniger präsent ist. Glaube ist in Frankreich sehr privat. Man redet eher darüber, was man verdient, als darüber, woran man glaubt. Die Gefahr ist einfach, dass die Laizität zur Ideologie und damit zu einer areligiösen Haltung wird. Christen fühlen sich als Minderheit. Als Gemeinde hat man den Eindruck, eingeschränkt zu sein, wie man auftritt. Und das, obwohl es viele Rechte gibt, seine Religion auszuüben. Die Evangelische Allianz Frankreichs hat deshalb ein gutes Heft herausgegeben, das aufzeigt, welche Rechte jeder Gläubige im öffentlichen Raum hat, z. B. an der Schule und an der Uni.

Ihr setzt Euch besonders für die Jugendlichen ein. Was ist euer Wunsch für die junge Generation in Frankreich?
Dass zukünftige Leiter heranwachsen! Uns ist es wichtig, dass Mitarbeiter nicht einfach nur Teerkreis machen. Es geht um Motivation und darum, Potenziale zu entdecken und zu fördern, voranzugehen und für Gott etwas zu bewirken. Wir wollen junge Menschen ermutigen, Neues zu wagen, eine Vision zu entwickeln und selbst vorwärts zu gehen. Wenn Menschen zum Glauben kommen, sich dann aber mit ihren Fähigkeiten nicht für andere Menschen und die Gemeinde einsetzen, ist das schade. Mit Jugendlichen ist das ein sehr spannender Weg, denn junge Menschen kann man gut prägen. Sie haben das Leben noch vor sich und haben viele Träume. Mit Menschen, die viel von Gott erwarten, kann man auch viel bewegen!

In den nächsten Wochen seid ihr in Deutschland, um von eurer Arbeit in Frankreich zu berichten. Auf was freut ihr euch in Deutschland am meisten und was werdet ihr an Frankreich vermissen?
(lachen) Das französische Baguette haben wir schon nach einer Woche vermisst. Aber auf Familie und Freunde in Deutschland freuen wir uns natürlich. Grundsätzlich sind wir aber sehr gerne an beiden Orten.