Christliche Werte helfen zu verantwortungsbewusstem Leben
BAD LIEBENZELL. 19 junge Menschen waren am 18. Oktober zu Gast bei Bürgermeister Volker Bäuerle. Sie sind Teilnehmer der Firemountain Training School (FTS) der Liebenzeller Mission und seit zweieinhalb Wochen in der Kurstadt. Die FTS ist eine Glaubens- und Lebensschule der Liebenzeller Mission, die immer von Oktober bis März stattfindet.
Der Bürgermeister begrüßte die jungen Menschen und wünschte ihnen, dass sie während ihrer Zeit in Bad Liebenzell beruflich und privat den rechten Weg finden. „Außerdem wünsche ich euch eine Portion Optimismus und dass ihr ab und zu auch an andere denkt.“ Die jungen Menschen sollten mutig im Leben vorangehen, so Volker Bäuerle: „Lasst euch nicht unterkriegen. Dazu braucht es Willen und Kraft.“
Der Bürgermeister empfing die Teilnehmer der FTS im Sitzungszimmer des Gemeinderats und erklärte ihnen die runde Anordnung der Tische und Stühle. „Unter den 22 Gemeinderäten soll es bewusst keine Vorder- oder Hinterbänkler geben. Alle sind gleichberechtigt“, so das Stadtoberhaupt. Volker Bäuerle sagte dass er sich über die Arbeit des Jugendgemeinderates und das sehr aktive Vereinsleben in Bad Liebenzell freue. „Jedes Jahr gibt es in Bad Liebenzell zwischen 600 und 700 Veranstaltungen.“
Für den freundlichen Empfang bedankten sich die Teilnehmer der FTS mit einem Lied und einem Gebet beim Bürgermeister. Für die nächsten sechs Monate wird für die jungen Menschen aus ganz Deutschland Bad Liebenzell ihre Wahlheimat sein. An der Firemountain Training School stehen Fächer wie Erlebnispädagogik, Bibelkunde oder Diakonie ebenso auf dem Stundenplan wie Einsatzwochen. Hier können die Teilnehmer aktiv bei Jugendprogrammen verschiedener Gemeinden mitarbeiten und so ihre erworbenen Fähigkeiten anwenden und vertiefen. Die Jugendlichen gestalten zum Beispiel Gottesdienste, Veranstaltungen für Kinder oder Jugendabende.
Ziel der Firemountain Training School ist es, die Teilnehmer über die Vermittlung christlicher Werte zu einem von Verantwortung und Achtung geprägten Lebensstil zu befähigen. Für viele Jugendliche ist die Schule eine Chance, nach Mittlerer Reife, Abitur oder erster Ausbildung sich intensiv mit dem christlichen Glauben auseinanderzusetzen und sich für die Gesellschaft einzubringen. „Es ist uns ein Anliegen, die Teilnehmer entsprechend ihrer individuellen Fähigkeiten zu fördern“, sagte Ben Geiss, Leiter von „Teens in Mission“, einem jugendmissionarischen Arbeitsbereich der Liebenzeller Mission. „Es ist sehr spannend zu sehen, welche Potenziale in den jungen Menschen stecken und wie sie diese nach und nach einsetzen. An der Firemountain Training School ist es uns wichtig, dass sich die Teilnehmer für die Gesellschaft engagieren und Menschen von Gottes Liebe weitergeben. Denn schließlich hält Gott für jeden Menschen unglaublich viel Gutes bereit“, so Geiss weiter.
Der Name der Firemountain Training School leitet sich vom Gebet der Diakonisse Lina Stahl ab, auf deren Betreiben hin die Liebenzeller Mission im Jahre 1902 als Zweig der China-Inland-Mission von Hamburg nach Bad Liebenzell kam. Lina Stahl hatte gebeten, „dass aus dem Hügel der Stadt ein feuerspeiender Berg werde.“



