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Montag 27. Februar 2012 - 08:37

Landwirtschaftlicher Fachkongress in Bad Liebenzell: Frauen und Männer aus der Landwirtschaft machen sich Gedanken zum verantwortlichen Umgang mit der Schöpfung

BAD LIEBENZELL. Etwa 200 Frauen und Männer aus der Landwirtschaft trafen sich am Samstag, 25. Februar im Schulungszentrum der Liebenzeller Mission. Eingeladen hatte das ‚Forum Christen in der Landwirtschaft‘, dem Vertreter aus „Die Apis“ sowie dem Süddeutschen und dem Liebenzeller Gemeinschaftsverband angehören. Pfr. Dr. Uwe Rechberger hielt das Grundsatzreferat zum Thema „Schöpfungswürde und Schöpfungsauftrag: Als Gottes Ebenbild Verantwortung für die Schöpfung übernehmen". Rechberger ist Studienleiter am studienbegleitenden Albrecht-Bengelhaus in Tübingen und ehrenamtlicher Vorsitzender im CVJM-Landesverband Württemberg.

Der 40jährige Theologe erinnerte daran, dass in der Bibel der Zuspruch vor dem Anspruch stehe: „Bevor wir Verantwortung für die Schöpfung übernehmen sollen, spricht Gott uns Würde zu.“ Er erinnerte daran, dass der Mensch als Geschöpf Gottes die Ebenbildlichkeit des Schöpfers in sich trage. Dies sei im Zusammenhang als eine vertrauensvolle Vater-Sohn-Beziehung zu verstehen. Der Mensch dürfe Kind des guten Vaters im Himmel sein. Der Auftrag des Menschen nach dem Sündenfall sei vor allem das „Bebauen“ der Erde. Dabei solle die Arbeit des Menschen dem Erdboden dienen, dass jener sich entfalten könne. Rechberger legte anhand verschiedener Bibelstellen dar, dass das Bebauen des Ackers mit Dornen verbunden sei. Dies weise auf den Fluch über den Acker als Gottesgericht hin. Trotzdem zeige sich Gott dem Mose auch im Dornbusch und nähme später in Christus die „Dornen“ der Menschen auf sich, was sich in der aufgesetzten Dornenkrone beim gekreuzigten Christus zeige. Zum Schluss seines Referates wies der Theologe darauf hin, dass das Leben der ersten Menschen nach deren Erschaffung mit dem Ruhetag begonnen habe. Der Auftrag, die Schöpfung zu bebauen und königlich zu beherrschen, müsse aus der Ruhe entstehen. Es sei gerade auch für in der Landwirtschaft tätige Menschen wichtig, den Sonntag als Ruhetag einzuplanen und neue Kräfte für die Arbeit unter der Woche zu sammeln.

Pfarrer Detlef Krause, der Direktor der Liebenzeller Mission, grüßte die Kongressteilnehmer und stellte fest, dass es immer wieder Menschen aus der Landwirtschaft waren, die für die Mission spendeten und damit „tragende Säulen“ der Missionsarbeit seien. Martin Rudolf, Prediger bei den Apis im Bezirk Backnang, leitete durch das Programm. In vier Fachseminaren konnten sich die Teilnehmer über aktuelle Themen informieren. Dr. Manfred Dederer aus Stuttgart, Fachmann für Bioenergie, legte Chancen und Risiken der Biogasanlagen dar. Michael Huith, Leitender Landwirtschaftsdirektor der Technikerschule und Höheren Landbauschule Triesdorf (Bayern) ging in seinem Referat auf den „verantwortlichen Umgang mit dem Boden“ ein und ermutigte zu nachhaltiger Feldbewirtschaftung. Landwirt und IP Coach Daniel Schmalzhaf aus Schwaigern warb für einen nachhaltigen Lebensstil. Dabei gelte es so zu leben, dass man etwas Bleibendes schaffe. Wo man sich verrannt habe, sei es wichtig, fachliche Hilfe durch Seelsorge, Therapie und Mentoring anzunehmen. Christian Kimmich moderierte eine Austauschrunde über nachhaltige Betriebsgestaltung, bei der Friedhelm Weckert und Albrecht Stricker über ihre Erfahrungen im Obst-, Gemüse, Acker- und Weinbau berichteten.


In der Schlussrunde erinnerte Klaus Ehrenfeuchter, Leiter für Gemeinschaftsarbeit im Liebenzeller Gemeinschaftsverband, daran, dass alle Teilnehmer als Gesegnete zurück in den Alltag gehen dürften. Dabei sei wichtig, sich zu vergegenwärtigen, dass Gott weniger durch Materielles, als vielmehr durch die Gegenwart des Christus im Alltag segne. Der größte Segen sei es, dass Jesus Christus jedem persönlich Schuld vergebe und bei Erfolg und Misserfolg beistehe.

Musikalisch wurde der Tag von einer Band aus Eberdingen umrahmt, die teilweise neue Kompositionen vortrug und zum Mitsingen einlud. Für die Kinder wurde den Tag über ein altersgerechtes Programm angeboten. Unter www.Bauern-unter-sich.de informiert der Vorbereitungskreis über weitere Veranstaltungen. Der nächste Fachkongress findet am Samstag, 23. Februar 2013 in Möglingen, bei Ludwigsburg, statt.

 

Bericht und Fotos: Klaus Ehrenfeuchter