Neue Perspektiven für vergessene Menschen
BAD LIEBENZELL. Mit einer Auftaktveranstaltung wurde die Aktion „Weltweit Hoffnung schenken“ der Liebenzeller Mission am vergangenen Samstag offiziell eröffnet. Die Liebenzeller Mission setzt sich mit dieser Initiative dafür ein, dass Menschen aus aller Welt ganzheitliche Hilfe erfahren und dadurch neue Hoffnung schöpfen. Im Zentrum der Aktion steht in diesem Jahr Papua-Neuguinea – ein Land, das oft von der Welt vergessen wird und in dem die Menschen unter schlechter medizinischer Versorgung, hoher Kriminalität und weit verbreiteter Korruption leiden.
Erwin Teufel, ehemaliger Ministerpräsident von Baden-Württemberg und Schirmherr der Aktion, rief in seiner Video-Botschaft dazu auf, der weltweiten Verantwortung gerecht zu werden: „Es geht uns im Verhältnis zu vielen Menschen auf der Welt unwahrscheinlich gut und deswegen haben wir auch eine Pflicht und eine Verantwortung, anderen zu helfen. Das macht die Liebenzeller Mission in vorbildlicher Weise.“ Teufel betonte, dass Worte allein nicht reichten, um die Not der Menschen zum Beispiel in Papua-Neuguinea zu lindern: „Man muss tatsächlich helfen, also dem Wort muss die Tat folgen“, so der frühere Ministerpräsident weiter.
Die Auftaktveranstaltung fand im Rahmen des Adventsbasars des Creativ-Teams statt, einer Gruppe ehrenamtlich engagierter Christen aus Bad Liebenzell und Umgebung. Musikalisch umrahmt wurde die Eröffnung der Aktion vom Kinderchor Bad Liebenzell. Die Kinder trugen Lieder aus Neuguinea vor und luden die Gäste zum Mitsingen ein. Der Direktor der Liebenzeller Mission, Pfarrer Detlef Krause, machte in seinem Grußwort deutlich, dass die Menschen eine doppelte Perspektive benötigten: „Zuerst ist natürlich materielle Hilfe wichtig. Doch sie allein reicht nicht. Die Menschen brauchen auch eine geistliche Perspektive, eine Perspektive über dieses Leben hinaus.“ René Bredow, bis vor Kurzem selbst Missionar in Papua-Neuguinea, berichtete von ganz grundlegenden Problemen, mit denen die Menschen vor Ort zu kämpfen hätten. So fehle es häufig an sauberem Trinkwasser oder einfacher medizinischer Versorgung.
Unterstützer der Aktion „Weltweit Hoffnung schenken“ können sich selbst engagieren und bei Familien- oder Betriebsfeiern sowie in der Nachbarschaft oder im Bekanntenkreis für die Aktion werben. Außerdem können sie bei der Verteilung von Spendendosen helfen und zum Beispiel den ortsansässigen Bäcker, Hausarzt oder Friseur bitten, eine solche Dose aufzustellen.
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