Mit Indianergeheul auf der Suche nach dem Schatz – Kinder hatten viel Spaß beim Jungschartag
BAD LIEBENZELL. Rund 600 Kinder und Gruppenleiter waren beim Jungschartag der Liebenzeller Mission am Dienstag zu Gast beim Stamm der „Tuscarora“. Unter dem Motto „Der geheimnisvolle Schatz“ drehte sich alles rund ums Thema Indianer. Bei fetzigen Liedern, einer spannenden Indianergeschichte und vielen Spielen hatten die Kinder im Alter zwischen acht und zwölf Jahren viel Spaß und eigentlich genug Grund zum Applaudieren. Doch Applaus spenden sollten die Kinder nicht, so die Moderatoren Caro und Nati: „Heute gebt ihr am besten keinen Applaus, sondern macht ein lautes Indianergeheul, denn schließlich seid ihr ja unter Indianern.“ Kaum hatten die Moderatoren ausgesprochen, füllte sich der Saal auch schon mit lauten Kinderstimmen.
Gut zugehört und zugeschaut haben die Kinder dann bei einem Theaterstück, in dem es um einen Schatz ging, den die „Tuscarora“ suchten und der unter einigen Stammesmitgliedern einen Streit auslöste. Wieselauge, der ehrgeizigste Krieger des Stammes, war nur auf den materiellen Gewinn aus und erkannte nicht den wahren Schatz, den seine Stammesbrüder Weißer Hirsch und Schweigender Bär entdeckten. Ein Pfarrer hatte ihnen offenbart, dass die Bibel Worte enthält, die ein weit größerer Schatz sind als Gold und Silber. Nach und nach erkannten mehr Tuscarora diesen Schatz und lebten fortan friedlich miteinander.
Nach der Mittagspause tobten sich die Kinder in einer großen Spielstraße aus, bei der sie verschiedene Indianerprüfungen bestehen mussten. So sollten Tierspuren erkannt werden, Luftballone über einer Feuerstelle zum Platzen gebracht werden oder die Freunde mit Toilettenpapier an einen Marterpfahl gebunden werden. Die Gewinnergruppen der Spielstraße wurden bei einer Preisverleihung am Nachmittag geehrt. Den ersten Platz belegte dabei die Mädchen- und Bubenjungschar aus Würzbach. Anschließend konnten die Kinder bei einem Pantomimenspiel Begriffe aus der Welt der Indianer darstellen und erraten und bei einem Quiz erfahren, dass Indianer aufgrund ihrer roten Kriegsbemalung auch Rothäute genannt werden. Vom Programm waren die Kinder sehr angetan, wie Colin Engler aus Oberkollbach bestätigte: „Mir hat es super gefallen. Besonders toll fand ich die Geschichte“, so der Zehnjährige. Für Isabel Frick war verständlicherweise die Spielstraße der Höhepunkt, gehörte sie doch zum Siegerteam aus Würzbach. In einem waren sich jedoch beide einig: Nächstes Jahr wollen sie auf jeden Fall wiederkommen. Die Puste ging den Kinder auch am Ende des Jungschartags nicht aus und so bedankten sie sich bei den Studierenden des Theologischen Seminars der Liebenzeller Mission, die diesen Tag vorbereitet und durchgeführt haben, mit einem lauten Indianergeheul.



